Unbedingt notwendige Tipps

Du kannst mit dem Alkolock erst fahren, wenn du eine Anzahl von Dokumenten beisammen hast. Dabei ist eine bestimmte Reihenfolge in einem sehr engen Zeitrahmen einzuhalten. Vor allem Lenker mit einer Entzugsdauer von vier bis sechs Monaten müssen echt schnell sein, damit sich bis zur Halbzeit ihrer Entzugsdauer alles ausgeht. Falls du es nicht in diesen zwei oder drei Monaten schaffst, kannst du zwar immer noch in das Programm einsteigen, aber es wird zunehmend unrentabel für dich.

Die Anzahl der zusätzlichen Monate mit Alkolock im entspricht ihrer Länge nochmals der gesamten, ursprünglichen Entzugsdauer, aber mindestens sechs Monate. Wenn du vier Monate Entzugsdauer hast, könntest du nach zwei Monaten beginnen, aber es ist erlaubt, wenn du später beginnst. Im Fall, dass du erst nach drei Monaten einsteigst, ersparst du dir nur einen Monat. Das Alkolock-Programm inklusive aller Kosten und der Mentoringgespräche dauert aber dennoch volle sechs Monate.

Vor dem Antrag

Die Dokumente bestehen erstens aus der Bestätigung über die absolvierte Nachschulung. Zweitens brauchst du, wenn du mehr als 1,6 Promille hattest, auch noch die positiv absolvierte VPU (verkehrspsychologische Untersuchung) und drittens fallweise auch noch ein Gutachten von einem externen Facharzt. Alle diese Gutachten landen beim Amtsarzt, der sie positiv beurteilen muss. Erst danach kannst du überhaupt einen Antrag stellen. Wenn man bedenkt, dass eine Nachschulung nicht täglich beginnt, aber mindestens 22 Tage dauern muss (Vorschrift!), so bedeutet das vor allem eins: Der erste Weg ist die Suche nach einer Einrichtung, die einen Nachschulungskurs innerhalb der nächsten drei Wochen anbietet mit Terminen, an denen du Zeit hast. Wir sind eine große Einrichtung und können dieses Service garantieren.

Für alle mit mehr als 1,6 Promille gilt zudem: Auch bei der VPU drängt die Zeit. In vielen Bundesländern (aber nicht überall) müssen die Lenker vor der VPU zum Amtsarzt, der dann eine Zuweisung ausstellt und fallweise ein zusätzliches Facharztgutachten vorschreibt. Amtsärzte sind überlastet, Termine können lange dauern. Das gleiche gilt für Fachärzte. Auch bis zu einem VPU-Termin kann es eine Woche dauern und dann noch einige Tage, bis das Gutachten fertig ist. Wir raten, sofort einen vorläufigen VPU-Termin bei uns zu vereinbaren. Du kannst ihn kostenlos stornieren.

Nach dem Antrag

Sobald du alles beisammen hast, kannst du den Antrag bei der Führerscheinbehörde stellen. Wenn alles OK ist, wird ein neuer Scheckkartenführerschein ausgestellt mit dem Code 69. Das kann einige Tage dauern. Damit weiß jeder Polizist, dass du nur ein KfZ mit Alkolock lenken darfst. Der nächste Weg ist zum Samariterbund, der die Alkolocks vermietet (oder verkauft) und die Mentoringgespräche durchführt. Dort gibst du das Auto bekannt, mit dem du fahren wirst. Du erhältst das Alkomatgerät und die Adresse einer Fachwerkstätte, die das Gerät einbauen darf. Auch das kann einige Tage dauern und du brauchst jemanden, der den Wagen in die Werkstatt und wieder zum Samariterbund bringt.

Wenn du alles innerhalb der ersten Hälfte der Entzugsdauer geschafft hast, musst noch warten, bis genau die Halbzeit erreicht ist. Dann wird das Gerät vom Samariterbund freigeschaltet und das erste Mentoringgespräch findet statt. Dabei wird alles erklärt und das Alkolockprogramm beginnt. Nun kannst du wieder fahren. Ab nun findet alle zwei Monate ein Termin für ein Mentoringgespräch statt. Es sind offene, einstündige Gespräche, darüber wie es dir mit dem Programm geht. Aber die Termine haben auch Kontrollcharakter, denn es werden die Protokolle des Alkolocks angesehen. Am Ende des Programms findet ein Abschlussgespräch statt und die Behörde wird über die erfolgreiche Absolvierung in Kenntnis gesetzt. Zum Schluss fährst du wieder in die Werkstätte, um das Gerät ausbauen zu lassen und beantragst wieder einen normalen Führerschein. Das war´s dann.

Ausstieg aus dem Programm

Die Teilnahme ist freiwillig und du kannst jederzeit aussteigen. Damit tritt die ursprüngliche Entzugsfrist wieder in Kraft. Umstände, die für dich eine weitere Teilnahme praktisch unmöglich machen, wie beispielsweise ein Totalschaden am Auto, Krankheit o.ä. werden wie ein freiwilliger Ausstieg behandelt. Es gibt keine Berücksichtigung von Härtefällen. Neben dem freiwilligen Ausstieg kann man natürlich auch aus dem Programm rausfliegen. Die Gründe dafür sind klar. Versäumen von Mentoringgesprächen, Fahren mit einem Fahrzeug ohne Alkolock, Manipulation am Alkomaten und das Übertreten der 0,1 Promillegrenze.


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